Thomas Matter : Die Kriegskasse geäufnet

Nr.  48 –

Meilen ZH, 150 Millionen

Das waren noch Zeiten, als die FDP die Wirtschaftshöhen besetzt hielt und im Rotary Club oder alternativ im Lions Club wichtige Geschäfte abgeschlossen wurden. Mittlerweile kommen die Wirtschaftsschwergewichte zunehmend aus der SVP.

Das waren noch Zeiten, als Unternehmertypen wie Peter Spuhler und Ulrich Giezendanner, die hie und da Dissens simulierten, die SVP repräsentierten. Mittlerweile ist alles ein bisschen jünger, schneller, radikaler geworden. Thomas Matter (46) ist Frontmann der neuen Wirtschaftsvertreter. Der Kampf um seine Bank Swissfirst, bei dem sich die Kannibalen gegenseitig um die eigenen Filetstücke balgten, hatte ihn vor ein paar Jahren zurückgeworfen. Nun hat er mit der Neuen Helvetischen Bank schon wieder die private und die Kriegskasse geäufnet.

Matter bildet das Scharnier zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen Reichtum und Ideologie. Er war führend am Kampf gegen die SP-Steuerinitiative beteiligt. Vernetzung bleibt alles. Neben der Beziehung zum Freund und Geschäftspartner Philippe Gaydoul pflegt er Kontakte zu Roger Köppel von der «Weltwoche» und zu Martin Spieler, der die «SonntagsZeitung» auf rechtsbürgerlichen Kurs gebracht hat. Der SVP beigetreten ist Matter erst vor zwei Jahren. Das Zürcher SVP-Volk hat ihn im Oktober 2011 zwar noch nicht als Nationalrat gewollt, aber immerhin ist er jetzt schon «Säckelmeister» der kantonalzürcherischen Partei. An der Together-Initiative hat Matter kein Interesse, wünscht ihr aber «viel Erfolg!»