Enrico Berlinguer: Der gute Kommunist
Diese Woche wäre der italienische Mitbegründer des Eurokommunismus hundert Jahre alt geworden. Sein Ringen um Haltungen und Positionen in den siebziger und achtziger Jahren ist von erstaunlicher Aktualität.
Diese Woche wäre der italienische Mitbegründer des Eurokommunismus hundert Jahre alt geworden. Sein Ringen um Haltungen und Positionen in den siebziger und achtziger Jahren ist von erstaunlicher Aktualität.
Mario Draghis grosse Koalition will bald deutlich mehr Geld für die Rüstung ausgeben. Dagegen erwächst Widerstand – breit abgestützt in der Linken und unterstützt von Papst Franziskus.
Nach etlichen ergebnislosen Wahlgängen stellte sich Staatspräsident Sergio Mattarella für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Eine Regierungskrise ist damit vorerst abgewendet, die sozialen Probleme aber bleiben.
Mitte-links-Bündnisse erobern Italiens grosse Städte. Bleibt die Frage, wie sich der Erfolg auf die nationale Ebene übertragen lässt – denn landesweit bleibt die Gefolgschaft des Rechtsblocks stabil.
Die Chefin der postfaschistischen Fratelli d’Italia hat schon den Rechtspopulisten Matteo Salvini überholt – und sie will noch mehr: Italien regieren.
Ende April wurden in Paris mehrere ehemalige Mitglieder der Roten Brigaden festgenommen. Bisher hatte Frankreich eine Auslieferung nach Italien immer abgelehnt – nun könnte sich das ändern.
Nach der Finanzkrise hat Mario Draghi die rigorose europäische Austeritätspolitik vorangetrieben. Nun soll er Italien aus der Krise führen. Wie, das bleibt einstweilen offen.
In seinem neu aufgelegten Roman «Der Verleger» verarbeitet Nanni Balestrini (1935–2019) ein düsteres Kapitel linker Politik in Italien.
In «Ein Tag wird kommen» erzählt Giulia Caminito eine italienische Familiengeschichte vor dem Hintergrund heftiger Klassenkämpfe zu Beginn des 20. Jahrhunderts.